16. Mai 2011

Altersvorsorge fürs eigene Grab

Erstellt unter Vorsorge — admin @ 14:30

Früher war die Arbeitskraft eines alten Menschen die wichtigste Stütze. Viele mussten arbeiten bis ins eigene Grab. Heute gibt es in Deutschland zwar die gesetzliche Rentenversicherung, in die die Arbeitnehmer für die Ruheständler einzahlen, doch durch den demografischen Wandel der Zeit entsteht ein jährliches Loch in Milliardenhöhe, das nicht mehr zu stopfen ist.

Hätte Otto von Bismarck dieses Desaster 1889 erahnt, so hätte er es sich wahrscheinlich noch einmal überlegt, diesen Ast in das Sozialversicherungsnetz aufzunehmen. Ist die Rente noch sicher? Ja. Es müssen nur mehr Sozialversicherungspflichtige einzahlen, als die Rentner ausbezahlt bekommen - ganz einfach! Sobald immer weniger Erwerbsfähige für immer mehr Rentner aufkommen müssen, so ist dieses Rentensystem nicht mehr zu retten.

Was kann man tun, um seinen Lebensabend zu genießen?
In erster Linie ist natürlich die private Altersvorsorge bestens geeignet. Doch wie soll man sich versichern. Vielleicht über die Riesterversicherung? Oder doch die konventionelle Lebensversicherung. Die Riester-Rente ist vom System vielleicht nicht die schlechteste Wahl, aber auch nicht die beste. Sie hat einen großen Nachteil. Die Arbeitslosigkeit. Zwar ist es möglich, die monatliche Prämie unschädlich zu verringern, doch was ist bei einer längeren Arbeitslosigkeit? Bei einer Arbeitslosigkeit bis zum Endalter 67, vielleicht sogar durch einen Unfall? Ab dem Erreichen des Rentenalters ist dann der “Spaß”. Ein anderer nicht gewollter Fall ist der der Berufsunfähigkeit. Jeder, der einmal berufsunfähig geworden ist kämpft mit monatlichen Fixkosten, die er unbedingt zum Leben braucht. Daher empfiehtl es sich rechtzeitig an eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu denken.

Durch die längere Arbeitslosigkeit wurde eine sehr geringe Rente angespart. Diese muss durch das Sozialamt aufgestockt werden. Sollte in der Riester-Rente einiges durch die Arbeitnehmerzeit angespart sein, sodass eine monatliche Rente ausbezahlt wird, so wird die ausbezahlte Rente mit der Sozialhilfe verrechnet. Außerdem ist die monatliche Rente zu 100% steuerpflichtig und beitragspflichtig gegenüber der Krankenkasse. Dadurch waren die Beitragsjahre völlig umsonst. Natürlich kann man nicht davon ausgehen, dass es jedem Sparer so existenziell trifft, wie bei diesem Beispiel.

Bei der konventionellen Lebensversicherung bin ich im Todesfall absichert. Jedoch kann ich durch ein Überleben der Versicherungsdauer einen vorher vereinbarten Kapitalbetrag erhalten. Nachteil auch hier ist mal wieder “Vater Staat” der kräftig zugreift. Denn bekommt der Versicherungsnehmer das angesparte Kapital, so zahlt dieser die Abgeltungssteuer. Diese beträgt 25% von den erwirtschafteten Gewinnen. Egal, wie man auch anspart, wenn man nicht früh genug damit anfängt, oder sich für das falsche Produkt entscheidet, betreibt eine Altersvorsorge für sein eigenes Grab. Denn mehr wird wohl nicht übrig bleiben. Die beste Art Altersvorsorge zu betreiben ist die klassische Metode. Das Geld unter das Kopfkissen legen. Wenn da doch bloß nicht die Inhalation wäre …

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